Mit ihrer Diplomarbeit hat die Hochschulabsolventin gleich zweifachen Erfolg: Ihr Design-Diplom an der Fachhochschule Pforzheim und den renommierten Lucky Strike Junior Designer Award. Franziska Agrawals Arbeit umfasst die Entwicklung und Gestaltung des Unternehmenslogos mitsamt der Namensentwicklung „i.looms“, den Webauftritt mit integrierter Vertriebsplattform sowie die Accessoire-Produkte zur Linsenaufbewahrung.
Bei den Kontaktlinsenaccessoires handelt sich es um Behälter, die erstmalig für die Anforderungen der Linsenaufbewahrung in unterschiedlichen Einsatzsituationen entwickelt worden sind. Die von zu trockenen Augen, Staub und Wind geplagten Linsenträger können mit Hilfe eines extra für den Transport gestalteten Behälters die Linsen austauschen und reinigen. Wer zu wenig Tränenflüssigkeit produziert, die für das angenehme Tragen der Linsen notwendig ist, kann die Augen mit künstlicher Tränenflüssigkeit aus dem integrierten Tank nachbefeuchten. Das Herumtragen vieler einzelner Fläschchen und Dosen ist hiermit vorbei. Weitere Behälter sind für die Aufbewahrung zu Hause, für die Tiefenreinigung der Linsen sowie zur Präsentation der Linsen im Shop geeignet. Allen Utensilien gemein ist die deutlich robustere Qualität der Materialien, eine verbesserte Dichtung gegen Tropfwasser und somit eine sichere Hygiene. Eine besondere Standsicherheit der Behälter erfüllen auch ergonomische Anforderungen an das Hantieren mit nur einer Hand, wenn die andere Hand die Linse hält. Ein entscheidender Vorteil für Nutzer, deren Scharfsicht kurzzeitig außer Gefecht gesetzt ist.
Agrawals Arbeit macht deutlich, dass zu einer stringenten Designentwicklung eines Unternehmens sowohl eine durchdachte Corporate Identity, als auch in die CI integrierte Produktlinien gehören. Ihre Designleistung beinhaltet Produkt- und Kommunikationsdesign, gepaart mit einem sicheren Gespür für Markenpositionierung. Für ihr Designkonzept hat sie den Markt gründlich untersucht und die Zielgruppe für ihre Produkte klar umrissen: Mode- und accessoireaffine Menschen, die Wert auf qualitativ hochwertige und attraktive Produkte legen. So würdigt die Jury insbesondere die umfangreichen Vorarbeiten und Recherchen sowie die gelungene gestalterische Umsetzung.
Die Idee zum Thema ihrer Arbeit kam Franziska Agrawal durch den eigenen Gebrauch von Kontaktlinsen: Sie wunderte sich, dass alle Hersteller von Linsen und Accessoires ihre Produkte im rein technisch-medizinischen Marktbereich positionieren und stilistische und funktionalen Ansprüche der Konsumenten wenig berücksichtigen. Aus diesem Grund wollte sie in ihrer Diplomarbeit „etwas Neues und Ganzheitliches“ entwickeln. In ihrer Designarbeit zeigt sie, wie Hersteller mit Hilfe einer geeigneten Corporate Identity auch ein bisher medizinisch-kurativ geprägtes Produkt in anderen Marktbereichen überzeugend positionieren können. Ihre Entwicklung hat Franziska Agrawal bereits zum Patent angemeldet und sucht derzeit nach einem Hersteller.
Die Raymond Loewy Foundation wurde 1991 gegründet. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag, Design weltweit zu fördern und die große Bedeutung von Design für die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft hervorzuheben. Seit 14 Jahren unterstützt die Foundation vor allem den Design-Nachwuchs in Deutschland mit der Verleihung des Lucky Strike Junior Designer Award. Mit dem Preis, dotiert mit 12.000 Euro, leistet die Raymond Loewy Foundation einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der Design-Ausbildung. Durch diese kontinuierliche Arbeit trägt die Foundation zur Steigerung des Leistungs- und Qualitätsniveaus an deutschen Design-Hochschulen bei, unterstützt die Transparenz der Design-Ausbildung und entwickelt Leitlinien für ein zielführendes Designstudium. Eine Auszeichnung im Rahmen des Lucky Strike Junior Designer Award gilt sowohl in Wirtschaft und Industrie als auch in der Design-Branche als anerkannte Eintrittskarte in die Design-Profession. Die Preisverleihung des Awards verschafft dem Nachwuchs ein öffentliches Forum, um Netzwerke in die Designbranche zu knüpfen. Das macht die Anerkennung in einer breiten wie auch branchenspezifischen Öffentlichkeit sicher.
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